Aus emotionalen und hygenischen Gründen stellen die beiden erstgenannten Möglichkeiten oft keine befriedigende Alternative dar. Auch bei der Entsorgung über Tierkörperbeseitigungsanstalten - oft über den Tierarzt - werden Ihnen anteilige Kosten zwischen € 70,— und 130,— in Rechnung gestellt. Die Kremierung der Tiere in einem Tierkrematorium ist dagegen eine saubere und umweltschonende Abschiednahme. Dabei besteht die Möglichkeit, die Asche des Tieres auf einer grünen Wiese verstreuen zu lassen (anonyme Bestattung) oder sie in einer Tierurne zurück zu bekommen. Die Urne können Sie dann bestatten oder an einem beliebigen Ort stellen, z. B. bei sich zu Hause oder in einem Kolumbarium.
Bei der Kremierung wird zwischen einer Sammelkremierung, einer Einzel- und einer Premiumkremierung unterschieden.
Bei der Sammelkremierung werden mehrere Tiere gleichzeitig kremiert. Es ist anschließend nicht mehr möglich die Asche der einzelnen Tiere auseinanderzuhalten. Diese Methode wird häufig von den Tierärzten beauftragt, die die Tiere nicht in eine Tierkörperbeseitigung geben. Die Asche wird anschließend anonym verstreut.
Bei der Einzelkremierung werden immer zwei Tiere gleichzeitig kremiert. Dabei fällt die Asche für jedes Tier in ein eigenes Sammelbehältnis, so dass die Asche eindeutig dem Tier zugeordnet werden kann. Die Asche kann anschließend ebenfalls verstreut oder in einer Urne gefüllt werden.
Die Premiumkremierung zeichnet sich dadurch aus, dass wirklich nur ein Tier zeitgleich verbrannt wird. Diese Art der Kremierung sollte gewählt werden, wenn Sie der Einäscherung beiwohnen möchten.
Haben Sie einen Bestatter mit der Erfüllung Ihrer Wünsche beauftragt, dann kann er die von Ihnen ausgewählte Urne befüllen, verschließen und Ihnen zukommen lassen.
Möchten Sie die Befüllung der Tierurne jedoch selbst vornehmen, so erhalten Sie die Tierasche in einer PE-Tüte, Leinensäckchen oder ggf. in einer Kartonagenurne überreicht.
Wenn Sie die Tierasche nicht lose in die Tierurne geben möchten, nehmen Sie bitte eine Ecke der Aschetüte oder des Leinensäckchens mit etwas Asche und geben diese in die Öffnung der Tierurne. Durch leichtes Hin- und Herschütteln der Aschetüte bzw. -säckchens wandert mehr und mehr das Aschetütchen in Richtung Urneninneres, so dass die ganze Asche schließlich in die Urne langsam gelangt. Gehen Sie dabei bitte vorsichtig mit der Urne um, um sie vor Beschädigungen zu schützen. Für das Verschließen der Urne empfehlen wir transparentes Silikon (besonders geeignet für die Außenbereichsurnen). Alternativ können Sie aber auch mit Keramikkleber, Heißkleber, Uhu oder Sekundenkleber die Tierurne verschließen. Lassen Sie den Kleber gut durchtrocknen, bevor sie die Urne aufstellen. Tesafilm ist zum Verschließen der Urne nicht geeignet, da sich die Klebstreifen wieder lösen können und die Farbe der Urne kann sich lösen.